15.07.2017
Positive News aus Sparta: American Football für Schulprojekte attraktiv

Trainer und Aktive engagiert im Rahmen der Zielvorgabe "ambitionierte Jugendarbeit im umfassenderen Sinne"

Die Neu-Ulm Spartans machen im Juli mit zwei Realschulen ein Projekt. Am 14. Juli waren Schüler der Anna-Essinger-Realschule im Dietrich-Lang-Stadion zu Gast. Und am 20. Juli fahren Aktive (Trainer und Spieler) an die Realschule Laichingen. In beiden Fällen sind Jugendliche beteiligt aus den Klassenstufen 7 bis 9.

Zwar bemühen sich die Spartans selbst immer wieder, um über die Form der Kooperation ihren Sport bekannter zu machen, aber auch von Seiten der Schulen kommt der Anstoß. So schrieb zum Beispiel der Sportlehrer einer der jetzt beteiligten Schulen die Spartans über Facebook an: „Im Rahmen unserer Projekttage biete ich das Projekt ‚American Football‘ an. Meine Frage wäre: Ist es möglich an einem oder mehreren Tagen ein Mitglied oder einen Trainer zu gewinnen, der an unserer Schule vorbeischauen und mit den Schülern beispielsweise ein kleines Training abhalten könnte? Die Schüler, die teilnehmen werden, haben sich bewusst für Football entschieden; daher wäre es eventuell auch eine Möglichkeit,  Nachwuchs für ihren Verein zu gewinnen.“

Auf dieses Angebot sind die Verantwortlichen im Projekt Sparta, die solche Projekte auch bisher schon gemacht haben, auch dieses Mal natürlich freudig eingegangen. Nicht nur wegen der „Möglichkeit, Nachwuchs für ihren Verein zu gewinnen“. Das erklärt sich von selbst, wenn man im aktuellen Saisonheft unter der Titelzeile „Neu-Ulmer Footballer forcieren ambitionierte Jugendarbeit“ unter anderem lesen darf:

“Den Initiatoren des ‚Projekt Sparta‘ war von Anfang an klar: Die Idee, den American Football in der Region wiederzubeleben und  langfristig zu etablieren setzt hochambitionierte Jugendarbeit voraus. Dementsprechend stolz können  die Verantwortlichen der Neu-Ulm Spartans, einer Abteilung im TSV 1880 Neu-Ulm, feststellen: ‚Die Jugendabteilung hat sich sehr beachtlich entwickelt.‘ In vier Jahren im Jugendbereich um die 90  ‚Millenium-Kids‘, vom Smartphone, vom Tablet und der Spielekonsole wegzulocken und für aktiven outdoor-Sport zu gewinnen, das ist  – sagen wir es ruhig – für die heutige Zeit sensationell.

Und von Anfang an waren sich die Initiatoren der Fusion aus Neu-Ulm Barracudas und Ulm Sparrows einig: Die Jungs und Mädels, die sich für den Football begeistern lassen, sollen den Football in ganz speziellem Sinne leben. Das Konzept wollte mehr als jugendliche Wettkämpfer ausbilden, die den Erfolgsgedanken im Sinne von ‚siegen‘ verinnerlichen. Das Spartans-Motto ‚Passion. Pride. Commitment‘, sollte und soll auch und ganz besonders in den Jugendteams ganz oben stehen.“

Von daher ist klar, dass alle Wege beschritten werden, um Jugendliche zum aktiven Sport zu verführen. Da sind Schulprojekte Herzensangelegenheit. Insgesamt wenden sich die Footballer an die sieben- bis 19jährigen Jugendlichen. So können auch Grund-Schulen schon Interesse zeigen. Bis zum Alter von 13 Jahren (in der U13) wird allerdings die kontaktlose Form des Flag-Football gespielt, in der die Spartans gerade sehr erfolgreich sind. In der U13 können auch Mädchen mitspielen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass im Football für jeden Typ eine Position zu finden ist, die seiner Konstitution und seinen Fähigkeiten entspricht. Insbesondere werden die in anderen Sportarten leider oft gehänselten „Big Boys“ sehr geschätzt. Und Football kommt ihnen anerkanntermaßen sehr entgegen. Vor allem wird ihr Selbstwertgefühl in der Gemeinschaft gestärkt. Bei den Spartans sind über das “Big Boys“-Programm  gewonnene Jugendspieler gerade in dieser Saison in die Seniors-Mannschaft aufgestiegen und haben einen Stammplatz.

 

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